Tattoo Lettering – das Spiel mit der Schrift

Schriftzüge, Worte und ganze Sätze sind als Tattoo mittlerweile sehr beliebt. Allerdings gibt es hier auch markante Unterschiede in der Art und Weise, wie Lettering unter der Haut umgesetzt wird.

Vergesst Copy & Paste – Lettering soll einzigartig sein

Wer jetzt denkt, dass es cool ist, irgendeinen Spruch von irgendwoher ab zu kopieren, der sollte sich lieber woanders umschauen. Denn nachgemachte Schriftzüge und kopierte Phrasen stehen in krassem Gegensatz zur Einzigartigkeit und Individualität eines Tattoos. Auch tätowierte Buchstaben sollen eine Geschichte erzählen, die 100%ig zum Träger des Kunstwerks passt. Daher vergesst Flash Books und Schriftarten Kataloge.

Freehand Lettering als Königsdisziplin

Wirklich einzigartig wird das Tattoo dann, wenn der Tattoo-Künstler eure Beweggründe verstanden und verinnerlicht hat und frei Hand die Linien setzt. Beim Beratungsgespräch entwickelt ihr gemeinsam eine Vision. Es entsteht eine Idee, die dann den Weg über die Tätowiermaschine und die Nadel in eure Haut findet. Vertrauen und ein sehr intensives Verständnis sind dabei das Allerwichtigste. Daher nehmt euch die Zeit, die wir euch geben und besprecht mit eurem Künstler der Wahl alles bis ins kleinste Detail.

Größe, Position, Schriftart – alles will bedacht sein

Neben der Intention für ein Lettering Tattoo ist es natürlich wichtig, wo ihr das Tattoo hinbekommen wollt. Je kleiner die Stelle, desto filigraner wird das Tattoo und desto weniger Details kann der Tätowierer verarbeiten. Soll das Tattoo auch aus der Ferne lesbar sein, braucht es eine größere Schrift und natürlich auch mehr Platz.

Die Wahl des Motivs – am besten für die Ewigkeit

Die wohl meisten Cover Ups entstehen, weil man sich in der rosaroten Phase der ersten Liebe den Namen seiner Freundin oder seines Freundes auf en Arm hat tätowieren lassen. 2 Jahre späte es ist vor mit der Beziehung, aber das Tattoo ist noch da. Hier ein paar Anregungen für gute, weil auf ewig haltbare Motive:

  • Namen oder Geburtsdaten deines Kindes oder deiner Kinder
  • Erinnerung an Verstorbene
  • Erinnerung an einschneidende Erlebnisse oder prägende Erfahrungen

Wie bei jedem anderen Tattoo gilt: Macht euch intensiv Gedanken über die Bedeutung, die Botschaft und die Emotionen, die ihr mit einem Motiv verbindet. Nur dann kann euch der Tattoo-Künstler verstehen und dies in seiner kreativen Art ausdrücken.

Bei uns ist Fredy der absolute Spezialist für Freehand Lettering. Vereinbart am besten jetzt gleich schon einen Beratungstermin mit ihm.

Und hier noch was für den Stammtisch-Talk

Seinen Ursprung haben viele der modernen Schrift-Tattoos in der Gang und Chino Szene Amerikas und Lateinamerikas. Man spricht hier auch vom „Chicano“-Stil des Gangster-Millieu Chicagos. Die Zugehörigkeit zu einer Gang wurde den Mitgliedern ganz einfach in die Haut gestochen. Aus den Treueschwüren der Ghetto- und Rap-Szene der 80er wurde so nach und nach ein globaler Trend. Heute ist das Lettering eine Kunstform, ähnlich der Kalligrafie. Denn wer etwas auf sich hält, lässt sich nicht einfach nur Buchstaben stechen, sondern kombiniert diese zu etwas ganz Neuem und Einzigartigem. Ob nun antike Schreibschriften, englische Schriften, Outline-Schriften oder schattierte Zeichen … die kreative Welt des Lettering ist groß. Daher muss der Künstler, an den ihr euch wendet, euch sehr versiert sein. Eine falsche Linie oder einmal nicht sauber übersetzt und schon habt ihr den Fail eures Lebens. Apropos Übersetzung: Schaut bitte vorher ganz genau, wenn ihr japanische, chinesische oder andere Fremdsprachen in ein Tattoo verwandelt haben wollt. Gerade in der asiatischen Kultur trügt der Schein oft und Wörter haben ganz andere Bedeutungen, als man denkt.